Samstag, 19. Mai 2012

IT-Forum Oberberg e.V.
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Mail: info@it-forum-oberberg.com

IT-Forum Oberberg e.V. - Kurze Wege, schnelle Hilfe

GCT Forum vom 19.11.2004
Der eine hat´s, dem anderen fehlt´s. Und während der eine gleich um die Ecke sitzt, sucht der andere überall nach einer Lösung – nur nicht in der unmittelbaren Nachbarschaft. Diesem Phänomen will das „it forum Oberberg“ begegnen, indem es IT-Anbieter und -Nachfrager in der Region zusammenbringt: als Motor für die IT-Szene des Kreises, aber auch zum Nutzen des Wirtschaftsstandorts insgesamt.

Oft liegt das Gute so nah. Ob es um Hardware oder Software geht - die fast 400 IT-Unternehmen im oberbergischen Kreis decken eine große Bandbreite ab und bieten manchmal günstiger an als die überregionale Konkurrenz.
Doch um daraus Nutzen zu ziehen, muss man erstmal um die Leistungen der Firmen wissen. Deshalb verfolgt das it forum Oberberg ein ehrgeiziges Ziel: Transparenz über die regionale ITLandschaft herzustellen und sie dadurch zu stärken. Dem Verein geht es dabei nicht allein um kaufen und verkaufen, sondern ebenso um Kooperation und Erfahrungsaustausch zwischen seinen Mitgliedern. Außerdem soll die fachliche Aus- und Weiterbildung im Kreis gestärkt werden. Dass ein solches regional begrenztes Netzwerk funktionieren kann, davon ist Thorsten Salaske überzeugt:

„Geschäfte machen hat immer noch viel mit Vertrauen zu tun“, betont der Vorstandsvorsitzende des Vereins. Und das entsteht eher in persönlichen Begegnungen, die bei räumlicher Nähe leichter organisiert werden können. Inzwischen sind 50 Unternehmen Mitglied im it forum – beim Start im April 2002 waren es weniger als die Hälfte.
„Das ist eine gute Quote“, findet Unternehmensberater Salaske, der auf weiteres Wachstum setzt: „Wir haben derzeit mehr Anbieter als Nachfrager unter den Mitgliedern, da wollen wir eine Balance herstellen.“

Vorteile beim Einkauf

Attraktiv wird der Verein vor allem durch den Mehrwert, den er seinen Mitgliedern bietet. Dazu gehört die Internet-Präsenz unter www.it-forum-oberberg.de, wo sich die Unternehmen präsentieren und auf kurzem Weg Kontakt aufnehmen können. Besonders für kleine Firmen und Einzelkämpfer bedeutsam ist die
IT-Leistungsmesse, die zuletzt im November 2004 zahlreiche Interessenten und Anbieter zusammenbrachte. Außerdem stellt der Verein geldwerte Vortragsreihen
auf die Beine, etwa zu den Themen IT-Sicherheit oder Potenziale zur IT-Kosten-Senkung. Als regelrechte „Türöffner“ bei der Mitgliederwerbung wirken zudem
Einkaufsvorteile, die das it forum mit den Firmen Fujitsu-Siemens und Hewlett-Packard für seine Mitglieder ausgehandelt hat. „Da sparen Unternehmen teilweise bis zu 50 Prozent der Kosten“, unterstreicht Gottfried Weibler, Leiter Informationstechnologie der Voss Automotive GmbH in Wipperfürth.

Weibler gehört zu den Mitgründern des Vereins und engagiert sich seit dem Start der Initiative für einen fortwährenden Dialog, um so Synergien zwischen den Betrieben
zu erzielen. Mit Blick auf Schlagworte wie „Basel II“ oder „IT-Sicherheit“ bemerkt er: „Wir haben alle die gleichen Probleme, warum das Rad da neu erfinden?“
Er plädiert vielmehr für gegenseitige Hilfe der jeweiligen Spezialisten im Kreis. „Jeder muss sich einbringen“, formuliert Gottfried Weibler den Anspruch an die Vereinsmitglieder.

Dass es dem it forum Oberberg nicht ausschließlich darum geht, ein attraktives Werbeumfeld zu bieten, sondern um ein Geben und Nehmen, hebt auch Thorsten
Salaske hervor: „Unter Partnerschaft verstehe ich, wenn nicht nur der Partner schafft“, so der Vorstandsvorsitzende, im Hauptberuf Geschäftsführer der Wiehler
Unternehmensberatung RSP Reinhard Salaske & Partner. In diesem Sinne sind auch Studierende als Vereinsmitglieder willkommen. „Studenten haben oft gute Ideen“, begründet er.

„Wichtige Kooperation“

Daher will sich das it forum in der ersten Jahreshälfte 2005 an der Fachhochschule Köln, Campus Gummersbach, präsentieren. „Das ist eine sehr wichtige Kooperation,
die muss man bei den Studenten bekannter machen“, fordert Georg von Landsberg, FHProfessor für Informationsökonomie in der Informatik und Vorstandsmitglied
im Verein. Ihm geht es einmal um Kontakte für Praxissemester, Praktika und praxisnahe Diplomarbeiten. Zum anderen hält er aber auch den gegenseitigen Technologietransfer zwischen Hochschule und Firmen für bedeutsam: „Die FH kann nicht alles“, erläutert von Landsberg und wünscht sich, dass sich seine Kollegen aus der Wissenschaft noch stärker ins it forum einbringen.
Qualifizierten Nachwuchs zu fördern war von Beginn an ein Ziel des Vereins, dem außer der FH auch Bildungseinrichtungen wie das Berufskolleg Oberberg als tragende Säulen angehören. Eine Jobvermittlung will das Forum zwar nicht sein, aber, so Vorstandschef Salaske: „Wenn wir helfen können, tun wir das.“ Eine Stärkung der Ausbildung im ITBereich liegt auch Rainer Lessenich am Herzen, Leiter der Gummersbacher Zweigstelle der Industrie- und Handelskammer zu Köln. Derzeit bilden im EDVZweig kreisweit rund 50 Betriebe 60 Azubis aus – da will Lessenich um mehr Ausbildungsplätze werben.

Branchen zusammenführen

Mit Unternehmen, dem Campus Gummersbach der FH Köln und weiteren ildungseinrichtungen zählt insbesondere die Zweigstelle Oberberg der IHK Köln als betreuende Organisation zu den Stützen des it forums Oberberg.
Lessenich sieht seine Rolle vor allem in der Moderation und im Zusammenführen verschiedener Branchen: „Als Kammermann kenne ich das breite Spektrum
der Firmen im Kreis und kann manchem Betrieb einen Tipp geben, welches Unternehmen ihm bei einem speziellen Problem weiterhelfen kann.“ In diese Richtung sieht Salaske das it forum auch als Technologieförderer für die Region.
Beispielsweise dann, wenn ein Betrieb eigens Software entwickelt, um eine Maschine zu steuern – aber nicht daran denkt, diese Lösung zu vermarkten.

Warum aber solche Software nicht anderen anbieten und Vereinsmitgliedern helfen, die vor einem ähnlichen Problem stehen? Als Vorstandsvorsitzender müsse er solche Möglichkeiten immer wieder ins Bewusstsein rufen, sagt er. „Wenn man zusammensitzt, entstehen neue Ideen“, hält er den Bedenkenträgern entgegen, die eher fürchten, in einem solchen Zusammenschluss zu viel von sich preiszugeben. Auch Gottfried Weibler von Voss kann „mangelnde Offenheit, in einen Dialog einzusteigen“, nicht nachvollziehen. Für ihn bedeutet Öffentlichkeit eine Möglichkeit, Ideen zu transportieren, die wiederum helfen, Probleme zu lösen. Denn, so Weibler: „Nicht jeder kann alles wissen.“

Quelle: GTC Forum